Der perfekte Therapeut

Der perfekte Therapeut
Der perfekte Therapeut

(Artikel von Jacqueline Walder)

Der perfekte Reinkarnationstherapeut muss nicht perfekt sein. Mit dem Anspruch, perfekt und allwissend zu sein, setzt der Reinkarnationstherapeut sowohl sich wie auch seine Klienten unter Leistungs- und Erfolgsdruck. Dies würde zwangsläufig zu Misserfolgen führen, da die Seele sich nicht zur Selbstbestätigung des Therapeuten missbrauchen lässt. Der Reinkarnationstherapeut hat selber eine Reinkarnationstherapie durchgestanden und somit seinen Schatten im Sinne von C.G. Jung kennen gelernt und integriert. Sein Selbstwertgefühl hängt nur von ihm ab, nicht von seinem Erfolg und von äusserer Bestätigung. So begegnet er seinen Klienten und Klientinnen wertfrei, offen für alles, wohlwollend und liebevoll. Er tut seine Arbeit wissend und gewissenhaft, unabhängig vom Resultat – wie die Schamanen. Er übt keine Macht auf seine Klienten aus und vertraut dem höheren Selbst (Deo conscendente), dass es auch gelingt.

Er steht in einer kreativen Beziehung zu seinen Klienten und begleitet sie liebevoll und fachkundig. Er lässt sich von den Rückmeldungen anregen, ist allzeit bereit, sein Wissen zu überprüfen und zu erweitern. Er lässt sich nicht durch konstante Überzeugungen begrenzen, sondern macht den Schritt zur kontinuierlichen Entwicklung.

Er kennt seine Theorie – er hat viel gelernt, hat viele Erfahrungen gesammelt. Bei jedem neuen Klienten vergisst er aber alles und stellt sich neu und kreativ auf die Person ein, die er begleitet. Er ist wie die Zen-Meister in der Kunst des Bogenschiessens, die soviel geübt haben, dass sie am Ende immer in die Mitte treffen ohne zu zielen.

Der geübte Reinkarnationstherapeut vertraut auf seine Intuition, ohne diese für die absolute Wahrheit zu nehmen und ohne seine Vermutungen dem Klienten aufzubürden. Der ideale Reinkarnationstherapeut ist ehrlich – zu sich selbst und zu seinen Klienten.